Leben in Bayern

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Leben in Bayern 2021-06-24T13:23:52+02:00

Leben in Bayern

Die Kursreihe „Leben in Bayern“ wird im Auftrag des Freistaates Bayern durchgeführt. Für uns ist es das Nachfolgeprojekt unserer erfolgreichen MotherSchool finanziert vom Bayerischen Ministerium des Inneren. Wir sind sehr dankbar, dass einige unserer Kursleiter ihre Ausbildung im Konzept „MotherSchool“ durchlaufen haben und ihre Expertise bei „Leben in Bayern“ einbringen können.

Wertevermittlung

Unser Credo ist und bleibt, den Teilnehmerinnen unserer Kurse auf Augenhöhe zu begegnen und alles neue Wissen, das wir vermitteln, in den Kontext zu der Biografie und dem kulturellen Hintergrund der Frauen zu setzen. Nur wenn wir achten, welche Werte Frauen aus anderen Kulturkreisen mitbringen, können wir sie öffnen für das Einbeziehen der Werte, denen sie in Deutschland/Bayern begegnen. 

Wenn man kollektivistische und individualistische Weltbilder in Einklang bringen will, braucht es eine stimmige Vorstellung davon, wie man bzw. wie die nachfolgende Generation in Zukunft leben will. Unter dieser Prämisse haben wir im Oktober 2019 mit dem 1. von 3 Modulen begonnen:

Fit für die Ausbildung und die Erziehung in unserer Gesellschaft

Logisch, dass neben der Struktur unseres Schulsystems auch Themen wie die folgenden verstanden werden müssen: „Lernen“ bedeutet bei uns viel mehr als „auswendig lernen“, lernen bedeutet, dass sich die Eltern interessieren müssen.  

Spannend, wie ein Schwimmangebot für Kinder deutlich machte, dass die Mütter auch gerne ins Schwimmbad möchten, aber dafür alte Rollenbilder überwinden müssen. Die Überwindung haben wir geschafft, der Vormittag im Silvana in Schweinfurt war nicht nur spaßig, sondern auch erfolgreich: Einige Frauen können nun schwimmen, was waren die Kinder stolz und froh! 

Dieses Projekt wird gefördert durch „Fem4Dem“

Lernen lernen

Unsere Veranstaltung „Lernen lernen“ am 27. November 2019 war ein voller Erfolg. Etwa 40 Frauen – alle Teilnehmerinnen unserer MütterSchule-Kurse – verfolgten interessiert den kurzweiligen Vortrag von Wilfried Helms zum richtigen Lernen.

Vor allem die Themen „Wie können wir selbst lernen?“ und „Wie unterstützen wir unsere Kinder beim Lernen?“ wurden den Zuhörern nähergebracht. Dabei ist das richtige Lernen gar nicht so schwer: Nämlich, wenn man in kleinen Häppchen lernt und diese dann immer wieder miteinander in Zusammenhang bringt. Neben dem Gehört spielt auch das Visuelle eine wichtige Rolle. Mithilfe von Bildern, die man mit dem inneren Auge malt, lassen sich komplexe Zusammenhänge leichter verinnerlichen. Ein weiterer Tipp von Herr Helms lautet, mit den Händen Wörter in die Luft zu malen. Hat man einmal das Wort „Ozean“ mit den Händen dargestellt, bleibt das noch lange in Erinnerung.

Unsere Dolmetscherinnen für die Sprachen Arabisch und Pharsi hatten an diesem Abend also im wahrsten Sinne des Wortes „alle Hände voll zu tun“!
Mit den neuen Lerntechniken sollte ein häufig geäußerter Satz in unseren MütterSchulen-Kursen bald der Vergangenheit angehören: „Mein Kopf ist kaputt! Ich kann nicht!“. Wir sind uns sicher, dass dieser Kurs bei allen Teilnehmerinnen Früchte getragen hat und sie die hilfreichen Tipps anwenden können.

Spielerische Biografie-Arbeit

Schwer zu verstehen: warum Spielen mit Spielsachen eine große Bedeutung für die Entwicklung der Kinder hat. In Großfamilien heißt „spielen“ unter anderem, zukünftige Rollenbilder einzuüben. Da muss auch viel Biografisches aufgearbeitet werden. Das geht besonders gut, wenn man nebenbei malt, handarbeitet, sich bewegt.

 Bildung in Bayern

– da meldete sich schon Corona und wir haben gemeinsam erfahren, wie man digital lernt und unterrichtet. Unser inhaltlich wichtigstes „learning“ nach dem Vortrag “Islamunterricht an Schulen“: Die Religion kann und darf nicht der Maßstab meines Interesses in Bildung sein. Mit Bildung kann ich Zukunft gestalten, wenn ich mich auf die Inhalte einlasse.

Im Rahmenprogramm wächst das Interesse unserer Mütter an Unterstützungsangeboten für ihre Kinder, sie erkennen, dass wir durch Motivieren mehr erreichen als durch Druck. Natürlich mussten auch ganz praktische Dinge wie Lebensläufe und Bewerbungsschreiben bearbeitet werden. 

Ganz wichtig: die Teestunden hinterher und am Freitag, um gemeinsam die neuen Erfahrungen in Perspektive zu bringen. Ein riesen Dank geht an unsere Schaima Ali, die in ihrer ruhigen und souveränen Art Themen kultursensibel heruntergebrochen hat.

Gesundheit in Bayern

Ganz passgenau mussten wir über Viren und Hygienekonzepte, das richtige Niesen und die korrekte Verwendung von Mund-Nasen-Bedeckungen sprechen. Das Nähen von Masken entstand aus dem Nähclub – wir begreifen hautnah die Bedeutung von „Ehrenamt“ 

Wir haben in dieser Zeit gemeinsam viel gelernt. Der Ausflug zum Freilandmuseum in Fladungen war unser Abschlussfest, mit viel Spaß im Klassenzimmer aus dem letzten Jahrhundert und in der kleinen Dorfkirche.

Die Kursreihe läuft im Moment im zweiten Durchlauf. In dieser Zeit haben wir alle gelernt, mit digitalen Videokonferenztechniken umzugehen, wozu wir immer wieder auf die Unterstützung unserer Kinder angewiesen waren. Dafür waren wir zwar dankbar, aber wir haben auch verstanden: Wir wollen nicht auf Dauer auf den Goodwill unserer Kinder angewiesen bleiben, wir müssen selber Wurzeln in dieser neuen Gesellschaft schlagen! Für uns ein weiterer „lesson learnt“.

Wer teilhaben möchte, meldet sich bitte gerne auch per Mail bei uns.

Wir sehen uns von vielen Seiten darin bestätigt, unsere Angebote mit einem ganzheitlichen Ansatz zu versehen, und hoffen sehr, dass unsere großzügigen Förderer diesen Weg mitgehen können.

Wir danken dem Bayerischen Ministerium des Inneren für das Vertrauen!

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration gefördert.